Archiv für den Monat Juli 2019

Frisches Gemüse trotz(t) Trockenheit

Liebe Mitglieder und Interessierte,

nach langer Zeit bringen wir euch mit einem Beitrag auf den aktuellen Stand, was in unserer SoLawi in letzter Zeit passierte.

Im Überblick die Inhalte dieses Beitrages:

  • Situation für auf den Flächen
  • Unterstützungsbedarf
  • Besuch der “Canasta de la Huerta” in Santiago del Estero (Argentinien)

Situation auf den Flächen: Entsprechend der Wetterlage der letzten Wochen haben wir unsere Mühen, die Kulturpflanzen zu pflegen und die notwendigen Arbeiten entsprechend unserer Möglichkeiten zu erledigen, d.h. Körper und Geist im Blick zu halten und uns nicht zu übernehmen. Im Vordergrund steht wenig überraschend vor allem das Wässern der Pflanzen in den Morgenstunden. Dieses kostet uns viel Zeit und die Pflanzen wachsen durch stärkere Verdunstungseffekte langsamer. Weiterhin sind wir intensiv mit der Pflege der Kartottelacker beschäftigt, bei der wir mit vielen Kartoffelkäfern und Beikräutern zu kämpfen haben. Weniger Probleme bereitet uns die Kartoffelfäulnis – irgendwelche Vorteile muss die Trockenheit ja haben. Auch die „Befreiung“ der verschiedenen Kulturpflanzen (bspw. Karotten, Salate, Lauch, Bohnen) von Beikräutern , die durch das Gießen ebenfalls wachsen, ist und bleibt eine wichtige Aufgabe. Für die zweite Jahreshälfte säen wir aktuell u.a. Spinat, Grünkohl, Schwarzkohl, Asia-Salate aus. Zudem sind Steckzwiebeln und Knoblauch bestellt, die vor dem Winter in die Böden kommen sollen, um sie im nächsten Frühjahr ernten zu können. Insbesondere in den gut bewässerten Folientunneln wachsen zurzeit Gurken und Tomaten zu unserer Zufriedenheit heran, die inzwischen auch den Weg in die wöchentliche Gemüsekiste für unsere SoLawi-Mitglieder gefunden haben. Ebenso die Brombeeren werden reif und sollen in den nächsten Wochen je nach Ernteertrag Bestandteil der Kisten werden.

Unterstützungsbedarf: Wir danken allen Unterstützer/-innen, die unserem Aufruf über Blog und Mailverteiler gefolgt sind, beim Beikrautjäten und dem Ablesen von Kartoffelkäfern zu helfen! Ihr wart eine große Unterstützung und habt das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft dadurch einmal mehr beleben können 🙂 Wir freuen uns weiterhin über jede Hilfe und können sie wirklich dringend gebrauchen. Kommt also gern vorbei und unterstützt uns weiterhin! Kontaktiert uns entweder über die bekannten Kanäle (Blog, E-Mail, Telefon) oder kommt spontan vorbei. Von Montag bis Freitag sind wir zwischen 8 und 14/ 15 Uhr anzutreffen.

Hier ein bildhafte Eindrücke:

Besuch aus Argentinien: Bereits im Oktober 2018 besuchten uns Menschen aus Santiago del Estero (Argentinien), um sich von „Paradieschen“ inspirieren zu lassen, etwas Vergleichbares in ihrer Heimat aufzubauen. Gesagt, getan: Im Mai dieses Jahres besuchte uns die Gruppe erneut, um uns ihre ersten Erfolge vorzustellen und beim gemeinsamen Mittagessen Danke zu sagen. Im Folgenden ein Originaltext von Anne und ein paar Bilder:

„Im Mai 2019 fanden sich 25 Menschen aus der Stadt Santiago del Estero im Nordwesten Argentiniens zusammen, mit dem Ziel, selbstverwaltet gesunde Lebensmittel zu konsumieren. Dafür kontaktierten wir Fabián, Mitglied einer Bauernfamilie, Agronom und Produzent von Bio-Lebensmittel in der Zone von Maco.Wir ließen uns von Erfahrungen inspirieren, die wir von anderen Orten kannten: den Fair-Trade-Netzwerken unseres Landes, den Verbänden zur Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft (AMAP) in Frankreich und Eurem Projekt der solidarischen Landwirtschaft in Jena (das Virginia 2018 kennenlernte). Seitdem konsumieren wir wöchentlich das frische Gemüse von Fabían, das ohne Pestizide und mit größter Sorgfalt hergestellt wird. Ein Haus (die „Casa Francia“) dient als Sammel- und Verteilungspunkt für das Geld, das er im Austausch für seine Produkte erhält. Die Preise sind fair und im Voraus festgelegt. Darüber hinaus haben wir Neuanpflanzungen geplant und helfen bei der Beschaffung des Saatguts. Dies ist das erste Projekt dieser Art in der Stadt … DANKE FÜR EUER BEISPIEL !!!Das wolltet ihr ja evtl. auf den Blog stellen. Deshalb die Fotos aus Argentinien sowie je ein Foto von dem Besuch im Juni 2019 sowie im November 2018 auch im Anhang.

Herzliche Grüße, Anne“

Impressionen vom Besuch in Jena sowie vom Projekt in Argentinien im Bildform:

 

Beste Grüße,

Euer Paradieschen-Team